Die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße

Die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße hat ihren Sitz im ehemaligen Gefängnis- und Gerichtskomplex in der Lindenstraße 54/55 in der Potsdamer Innenstadt. In der NS-Zeit 1933-1945 war das Haus Gefängnis für politisch und rassisch Verfolgte sowie ab 1934 Sitz eines Erbgesundheitsgerichts, 1945-1952 sowjetisches Geheimdienstgefängnis und 1952-1989 Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit der DDR für den Bezirk Potsdam.1990 zogen Engagierte, Bürgerinitiativen und neue Parteien ein: Aus dem Gefängnis wurde ein Haus der Demokratie. Die Lindenstraße 54/55 steht somit wie kein anderes Haus in Potsdam für das Ende der politischen Verfolgung und den demokratischen Aufbruch.

Seit 1995 ist der historische Ort eine Gedenkstätte. 2015 überführte die Landeshauptstadt Potsdam (LHP) die Gedenkstätte in eine Stiftung. Die Stiftung wird aus Mitteln der LHP und des Landes Brandenburg finanziert. Im Juni 2016 nahm die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße ihre Geschäfte auf. Vorstand ist die Historikerin Uta Gerlant.

Die Stiftung verfolgt gemäß Satzung »vor allem das Ziel, die Geschichte der NS-Diktatur, der sowjetischen Besatzungsherrschaft und der SED-Diktatur und ihrer Opfer zu erforschen und zu dokumentieren, den Einsatz für Freiheit und Menschenrechte sowie die Überwindung der SED-Diktatur biographisch zu veranschaulichen und zu würdigen und das Gedenken an das menschliche Leid der Verfolgten wach zu halten.«

Am historischen Ort beleuchtet eine Dauerausstellung die wechselvolle Geschichte des Hauses Lindenstraße 54/55. Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzen das Angebot. Darüber hinaus bietet die Stiftung Führungen, Zeitzeugengespräche, Seminare und Weiterbildungen sowie Projekttage an.

Organe der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße sind der Stiftungsrat und der Vorstand. Der Beirat der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße berät die Stiftungsorgane in allen fachlichen Fragen der Arbeit der Gedenkstätte.