Wir Anderen. Gesellschaftliche Vielfalt in der SED-Diktatur

Das neue, vom Bund geförderte Bildungsprojekt „Wir Anderen. Gesellschaftliche Vielfalt in der SED-Diktatur“ der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße, soll dazu beitragen, ein differenziertes Bild der Lebensverhältnisse unter der SED-Diktatur zu vermitteln, indem die Erfahrungen marginalisierter Bevölkerungsgruppen erschlossen und vermittelt werden. Das Projekt schließt dabei an die Lebenswelt und die Interessen junger Menschen an, indem es Fragen zentral stellt, die in der Erinnerungskultur noch zu oft unbeantwortet bleiben: etwa nach den spezifischen Erfahrungen homosexueller Menschen in den Haftanstalten der DDR, nach den Repressionserfahrungen von Migrant:innen oder nach den Möglichkeiten und Grenzen jüdischen Lebens in der SED-Diktatur.

Das Projekt „Wir Anderen. Gesellschaftliche Vielfalt in der SED-Diktatur“ ist eines von 32 neuen Projekten, die Teil der zweiten Förderrunde von „JUGEND erinnert“ in der Förderlinie SED-Unrecht sind. Der Bund stärkt mit „JUGEND erinnert“ die historisch-politische Bildung junger Menschen zur SED-Diktatur und ihren Folgen. Die Förderlinie wird durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur umgesetzt.

Im Rahmen des bis Ende 2027 laufenden Projektes  werden junge Erwachsene als Multiplikator:innen ausgebildet, die ihre erworbenen Kenntnisse anschließend im Rahmen von Tagesworkshops und Projektwochen an Jugendliche und Heranwachsende weitergeben. Durch diesen Peer-to-peer-Ansatz und den direkten Bezug zur Lebenswelt junger Menschen eröffnet das neue Bildungsprojekt „Wir Anderen. Gesellschaftliche Vielfalt in der SED-Diktatur“ neue Zugänge zur Geschichte der SED-Diktatur.

Ergebnisse des Projektes werden außerdem in der letzten Projektphase als Teil der Ausstellung in der Gedenkstätte Lindenstraße präsentiert.

Den offiziellen Auftakt bildet die erste Projektbeiratssitzung am 13. Februar 2026. Damit startet das Projekt in seine erste entscheidende Phase: die fundierte inhaltliche und methodische Ausbildung der jungen Multiplikator:innen. Bereits im März folgt mit dem ersten Workshop der nächste Meilenstein für die angehenden Workshopleiter:innen.