Wir Anderen. Gesellschaftliche Vielfalt in der SED-Diktatur

Das neue, vom Bund geförderte Bildungsprojekt „Wir Anderen. Gesellschaftliche Vielfalt in der SED-Diktatur“ der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße, soll dazu beitragen, ein differenziertes Bild der Lebensverhältnisse unter der SED-Diktatur zu vermitteln, indem die Erfahrungen marginalisierter Bevölkerungsgruppen erschlossen und vermittelt werden. Das Projekt schließt dabei an die Lebenswelt und die Interessen junger Menschen an, indem es Fragen zentral stellt, die in der Erinnerungskultur noch zu oft unbeantwortet bleiben: etwa nach den spezifischen Erfahrungen homosexueller Menschen in den Haftanstalten der DDR, nach den Repressionserfahrungen von Migrant:innen oder nach den Möglichkeiten und Grenzen jüdischen Lebens in der SED-Diktatur.

Neue Workshopformate ab dem Schuljahr 2026/2027

Nach einer intensiven Konzeptions- und Vernetzungsphase nimmt das Projekt nun konkrete Formen an: Gemeinsam mit jungen Multiplikator:innen sind drei neue Geschichtslabore entstanden, die ab dem Schuljahr 2026/2027 für Schulklassen (ab Klassenstufe 10), Jugendgruppen und Erwachsene buchbar sind.

Die Workshops verbinden biografische Quellen, Zeitzeug:innengespräche, interaktive Methoden und forschendes Lernen. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen von Menschen, deren Perspektiven in der Erinnerung an die DDR lange wenig sichtbar waren. Gleichzeitig schlagen die Formate eine Brücke zwischen der Geschichte der SED-Diktatur und aktuellen Fragen nach Vielfalt, Zugehörigkeit, Ausgrenzung und demokratischer Teilhabe.

Unsere Workshops

Workshop 1
Geschichtslabor: Vielfalt in der DDR
Migrationsgeschichten zwischen Zugehörigkeit und Ausgrenzung

Workshop 2
Geschichtslabor: Im neuen Deutschland?
Jüdisches Leben in der DDR

Workshop 3
Geschichtslabor: Queer in der DDR
Lebensrealitäten zwischen Anpassung und Selbstbestimmung

Der Peer-to-Peer-Ansatz, die Arbeit mit historischen Quellen sowie persönliche Begegnungen stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Frage, welche Bedeutung die Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Vielfalt in der SED-Diktatur für unsere Gegenwart hat.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Projektflyer zum Download.

Für Anfragen und Buchungen wenden Sie sich an Minar Quayim unter vielfalt[at]gedenkstaette-lindenstrasse.de.

Gefördert durch

Das Projekt „Wir Anderen. Gesellschaftliche Vielfalt in der SED-Diktatur“ ist eines von 32 Projekten, die Teil der zweiten Förderrunde von „JUGEND erinnert“ in der Förderlinie SED-Unrecht sind. Der Bund stärkt mit „JUGEND erinnert“ die historisch-politische Bildung junger Menschen zur SED-Diktatur und ihren Folgen. Die Förderlinie wird durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur umgesetzt